Wabi-Sabi

Auch verfügbar in English.

侘寂


Da Wabi-Sabi eine umfassende japanische Weltsicht oder ästhetisches System darstellt, ist es schwierige es genau in westlichen Begriffen zu erklären. According to Leonard Koren, wabi-sabi is the most conspicuous and characteristic feature of what we think of as traditional Japanese beauty and it “occupies roughly the same position in the Japanese pantheon of aesthetic values as do the Greek ideals of beauty and perfection in the West.”


“Wabi-Sabi ist eine Schönheit der Dinge unvollkommen, vergänglich und unvollständig.”


“Es ist die Schönheit der Dinge, prunklos und bescheiden.”


“Es ist die Schönheit der unkonventionellen Dinge.”


The concepts of wabi-sabi correlate with the concepts of Zen Buddhism, as the first Japanese involved with wabi-sabi were tea masters, priests, and monks who practiced Zen. Zen Buddhism originated in India, traveled to China in the 6th century, and was first introduced in Japan around the 12th century. Zen emphasizes “direct, intuitive insight into transcendental truth beyond all intellectual conception.” At the core of wabi- sabi is the importance of transcending ways of looking and thinking about things/existence.


  • Alle Dinge sind vergänglich
  • Alle Dinge sind unvollkommen
  • Alle Dinge sind unvollständig

(taken from WABI-SABI: FOR ARTISTS, DESIGNERS, POETS & PHILOSOPHERS, 1994, Leonard Koren):


Materialeigenschaften von Wabi-Sabi:


  • suggestion of natural process
  • irregular
  • intimate
  • unpretentious
  • earthy
  • simple

... in der Zen-Doktrin kann grundlegendes Wissen weder durch das geschriebene noch gesprochene Wort sondern nur von Geist zu Geist übertragen werden.


“Die es wissen sagen nicht, die es sagen wissen nicht.”

Wabi-Sabi bedeutet frei übersetzt: Weniger-ist-mehr-Stimmung. Historisch war es der Ursprung einer Kulturrevolution im mittelalterlichen Japan, die dem hedonistischen Prunk des Kaiserhofes eine edle Einfachheit als höchste Tugend entgegen setzte und zur Herrschaft der Samurai-Krieger führte. Als stilbildendes kulturelles Prinzip schlägt Wabi-Sabi einen Grundton typisch japanischen Empfindens an: Es wirkt in der Religion ebenso wie in Architektur und Industriedesign, in Erziehung, Malerei und Literatur. Wabi-Sabi lenkt den Blick auf das Werden und Vergehen in allem und findet die innere Schönheit im äußerlich Unvollendeten, Flüchtigen, Vergänglichen. Die melancholische Stimmung eines Regentages, Patina auf kupfernen Tempeldächern, Lachfalten im wettergegerbten Gesicht eines Reisbauern, eine bewusste Verlangsamung im Lebensrhythmus des Menschen ... das alles ist Wabi-Sabi.